29.01.2018

Arbeiten in Brasilien, China, Malaysia, Russland und in den USA

Azubis erleben internationale Big Dutchman-Welt

"Super, dass ich jetzt die Menschen hinter den Namen kenne!", freut sich Jannik Hülsmann. Der 20-jährige, der den praktischen Teil seines dualen Maschinenbaustudiums bei Big Dutchman absolviert, ist einer von neun Nachwuchskräften, die nach einem internen Auswahlverfahren ein Auslandspraktikum bei den Tochterunternehmen des Vechtaer Stalleinrichters in Brasilien, China, Malaysia, Russland und den USA absolviert haben. Etwa 20 Azubis und duale Studenten hatten sich um die begehrten Jobs beworben, die jedes Jahr im Rahmen eines firmeninternen Praktikumsprogramms ausgeschrieben werden. Mindestens vier, maximal sechs Wochen durften die jungen Leute ihre Arbeitsplätze ins Ausland verlagern. 

Jannik Hülsmann hatte es zu einem Praktikum mit hohem Praxisbezug in die USA verschlagen: Vier von fünf Wochen war der Maschinenbaustudent, auf einer großen Legehennenfarm im Bundesstatt Minnesota tätig. In einer Kleinstadt unweit Minneapolis hat das US-Tochterunternehmen Big Dutchman Inc. kürzlich die eine innovative Großanlage für die Pelletierung von Hühnerkot in Betrieb genommen. 

Holland ist nicht um die Ecke

Die letzte Woche verbrachte Hülsmann am US-Firmensitz in Holland (Michigan). Dort traf er auf zahlreiche Kollegen, mit denen er von der Vechtaer Unternehmenszentrale aus bereits intensiven Kontakt gepflegt hatte – bei 6.600 Kilometer Luftlinie allerdings nur per E-Mail und Telefon. 

Auch die angehende Groß- und Außenhandelskaufrau Lea Grote hatte es nach Holland verschlagen. Unweit der 30.000 Einwohner großen Stadt legten die Brüder Jack und Richard de Witt 1938 den Grundstein für das Unternehmen, dessen Zentrale sich heute in Vechta befindet. "Jedes Jahr ermöglichen wir einigen Auszubildenden, die Internationalität des Unternehmens noch intensiver im Rahmen eines Auslandspraktikums zu erleben", erläutert Ausbildungsreferentin Johanna Riedel.  

Mütterchen Russland 

Exakt in die entgegengesetzte Himmelsrichtung ging die Reise von IT-Nachwuchskraft Mona Weinmeister. Die Bachelor-Studentin (Business Administration & IT) verbrachte den Großteil ihres Praktikums rund 700 Kilometer südlich von Moskau in der Big Dutchman-Niederlassung Belgorod. Die letzte Woche war sie in der Hauptstadt tätig – beide Städte sind jeweils knapp 2.000 Kilometer Luftlinie von der deutschen Unternehmenszentrale entfernt. "Es hilft ungemein, wenn man mehr als nur Deutsch und Englisch spricht", lautet das Fazit der Azubine nach sechs Wochen Aufenthalt in Mütterchen Russland. Eine Erkenntnis, die sie vor Ort motivierte, Russisch zu erlernen: "Die Übersetzerin hat mir viel beigebracht", zeigt sie sich dankbar. 

Abwechslungsreiche Tätigkeiten, wertvolle Erfahrungen, nette Kollegen

Den weitesten Weg legten Patricia Krohn und Jan-Marc Thobe zu BD Agriculture Sdn Bhd nach Kuala Lumpur zurück. Allerdings hat sich jeder einzelne der etwa 10.000 Kilometer Luftreise in das südostasiatische Malaysia gelohnt: "Wir waren mit eigenen Projekten in den Arbeitsalltag eingebunden und haben viel über die Arbeitsroutinen vor Ort gelernt", blicken die angehende Marketingkauffrau und der Student der Business Administration auf einen spannenden Arbeitsaufenthalt in Asien zurück. 

Ein Job-Fazit, mit dem alle acht Praktikanten zurückgekehrt sind. Die Gastgeber hatten den Big Dutchman-Nachwuchs eigene Projekte bearbeiten lassen, Farmbesuche bzw. Baustellenbesichtigungen organisiert und sie an Kundengesprächen oder Verhandlungen mit Lieferanten teilnehmen lassen. 

Auch in einem anderen Punkt war man sich einig. "Big Dutchman ist sowohl ein einziges Unternehmen als auch viele einzelne", bringt Laura Huslage Gemeinsamkeiten und länder-spezifischen Unterschiede auf den Punkt. "Das Praktikum hat mir Unterschiede gezeigt, aber auch, wie wichtig eine Tochtergesellschaft und die Unternehmenszentrale füreinander sind", fasst Azubi-Kollegin Britte Thöle-Meyer ihre Beobachtungen zusammen. Die beiden angehenden Groß- und Außenhandelskauffrauen haben ihr Praktikum bei Big Dutchman Brasil Ltda. in Araraquara absolviert. 

Wer arbeitet, darf auch chillen!

Und noch etwas eint die acht Weltenbummler: "Es war eine klasse Zeit, ich habe unglaublich viel über Land und Leute kennengelernt! Das verdanke ich meinen tollen Kollegen", berichten die Praktikanten unisono. Auch Ann-Katrin Schönig und Jonas Freimanis sind hellauf begeistert von der Gastfreundschaft, die ihnen in der chinesischen Big Dutchman-Niederlassung zuteil wurde. Die Azubis, die ein duales Studium in den Fächern Maschinenbau bzw. Mechatronik absolvieren, waren jeweils sechs Wochen in der Niederlassung in Tianjin tätig. Einem spannenden Arbeitsaufenthalt gesellte sich ein kulturelles Highlight hinzu: Beide ließen es sich nicht nehmen, die Chinesische Mauer zu besichtigen. 

Die Gelegenheit, die Sehenswürdigkeiten ihrer Gastländer zu erkunden und in das Alltagsleben abzutauchen, hatte sich natürlich keiner der Azubis entgehen lassen. Ob ein Besuch der Hindu-Tempelanlagen in den malayischen Kalksteinhöhlen Batu Caves, Stadtbummel in Belgorod bzw. Moskau oder Chillen mit den Kollegen in einem brasilianischen Biergarten – die Azubis wussten ihre Freizeit zu nutzen. "Und das ist auch gut so! Interkulturelle Kompetenzen erwirbt man schließlich nicht nur am Schreibtisch, sondern auch bei einem gut gekühlten Getränk", schmunzelt Johanna Riedel.