17.01.2018

Fakten statt Mythen: „Schweinefakten“ sind veröffentlicht

Bundesverband Rind und Schwein fordert ideologiefreie Diskussion zur Zukunft der Tierhaltung in Deutschland

Über Chancen und Risiken in der Schweinehaltung muss ideologiefrei auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse diskutiert werden. Die Basis bilden gute solide und ausgewogene Informationen. Der Bundesverband Rind und Schwein e. V. hat mit Unterstützung des Deutschen Raiffeisenverbandes, des OVID Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland e. V, des DVT – Deutscher Verband Tiernahrung, der ISN - Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands, der SVR - Schweinevermarktung Rheinland und Unternehmen der Branche die Broschüre „Schweinefakten – für eine fundierte Information und sachliche Diskussion" veröffentlicht. Darin findet sich eine Auswahl der wichtigsten Informationen zur Schweinehaltung, die der Verband bereits vor drei Jahren mit finanzieller Unterstützung der Landwirtschaftlichen Rentenbank auf der Homepage faktencheck-schwein.de veröffentlichen konnte.

Die Internetseite enthält zahlreiche Daten, Fakten und Grafiken zu den Themen Tiergesundheit, Umwelt und Haltung. Es werden Informationen zu den Fragen „Woher kommt unsere Nahrung?“, „Welche Rolle spielen Futtermittelimporte?“ oder „Welche Maßnahmen sind erfolgreich bei der Minimierung des Antibiotikaeinsatzes?“ bereitgestellt. Dazu wurden mehrere hundert Studien gesichtet, ausgewertet und verständlich aufbereitet. 

Herausforderungen in der Schweinehaltung

Die deutsche Schweinehaltung steht vor großen Herausforderungen. Als Nahrungsmittelproduzent sind die Erzeuger mit einer steigenden Weltbevölkerung bei konstanten Ressourcen und zunehmenden klimatischen Problemen konfrontiert. Eine nachhaltige, ökoeffiziente Intensivierung der Tierhaltung ist dabei nicht das Problem, sondern kann eine Lösung für eine Ressourcen schonende und gesunde Welternährung sein.

Die steigende Nachfrage nach tierischen Lebensmitteln sollte von Ländern bedient werden, die hohe Umwelt- und Tierschutzstandards gewährleisten. Deutschland ist ein Garant für den Export hochwertiger Lebensmittel geworden. Das belegen die Exportstatistiken eindrucksvoll. 

Dr. Bianca Lind, Geschäftsführerin des Bundesverbandes: „Die Branche zeigt mit zahlreichen Forschungsprojekten, der Initiative Tierwohl und Selbstverpflichtungen, dass sie bereit zu Veränderungen ist. Für landwirtschaftliche Unternehmen gilt wie für alle anderen Unternehmen in Deutschland auch: Investitionen müssen sich auszahlen. Dazu benötigen die Landwirte Planungssicherheit durch eine verlässliche Politik, die Zielkonflikte auflöst und die Wirtschaft bei der Weiterentwicklung unterstützt.“ 

Der Bundesverband Rind und Schwein bringt sich aus diesem Grund aktiv in die Diskussionen um die Nutztierhaltungsstrategie des Bundeslandwirtschaftsministeriums ein. Ziel ist eine wettbewerbsfähige und gesellschaftlich akzeptierte Nutztierhaltung als Bestandteil der drittwichtigsten Branche, der Agrar- und Ernährungswirtschaft, in Deutschland zu erhalten.